Schnittstellen

Schnittstellen-Konzepte für WICE CRM-Groupware

Schnittstellen können sehr verschieden gestaltet sein. Festgelegt ist zunächst nur, dass Daten aus einem System in ein anderes gelangen. Systeme zu denen eine Schnittstelle realisiert werden soll, hängt von den Bedarfen und der vorhandenen Systemlandschaft des Kunden ab. Dies können Warenwirtschaftssysteme, FiBu-Systeme, individuelle Plattformen etc. sein. Welche Daten dies genau sind und wie die Datenübertragung stattfindet, kann sehr unterschiedlich sein.

Der Entwicklungsaufwand für eine Schnittstelle hängt hauptsächlich von den gewünschten Features ab und den Zugangsmöglichkeiten zu dem zu integrierenden System. Mit seiner offenen Architektur bietet WICE CRM-Groupware hervorragende Möglichkeiten zur Integration. Drei grundlegende Konzepte sollen hier kurz vorgestellt werden.

1. Datenübernahme

In dieser einfachsten Form der Schnittstelle können entweder externe Daten in WICE CRM-Groupware übernommen werden, oder Daten aus WICE CRM-Groupware entnommen werden. Die in WICE CRM-Groupware integrierte Import-Schnittstelle erlaubt es, fremde ASCII-Daten (CSV) oder im Excel-Formatin zu übernehmen. Unterstützt sind Firmenadressen, deren Ansprechpartner sowie Text-Notizen. In analoger Weise ist es möglich, eine Schnittstelle zur Übernahme von Unicode- oder EBDIC-Daten zu entwickeln, oder auch Daten in andere Bereiche (d.h. Datenbanktabellen) von WICE CRM-Groupware zu importieren. Ein weiteres Beispiel für einmalige Datenübernahme ist eine XML-Exportschnittstelle, die für WICE CRM-Groupware erhältlich ist. Per HTTP können SQL-ähnliche Anfragen an WICE CRM-Groupware gesendet werden, woraufhin die entsprechenden Daten im XML-Format gesendet werden.

Datenübernahmen können auch in definierbaren Zeitintervallen automatisiert durchgeführt werden.

2. Synchronisations-Schnittstelle

Bei der Synchronisation-Schnittstelle, die sowohl im- als auch exportieren kann, werden übertragene Datensätze auf deren Aktualität überprüft: Bereits vorhandene Datensätze werden nur dann überschrieben, wenn der gesendete Datensatz aktueller ist; neue Datensätze werden hinzugefügt. Ein Problem bei der Synchronisation entsteht dann, wenn in mehr als einem System die Daten editiert werden. Dann nämlich kann es zu Konflikten kommen, z.B. wenn eine Adresse in beiden Systemen geändert wurde, bevor die nächste Synchronisation stattfindet. In solchen Fällen könnte man ein Master-System bestimmen, das Änderungen des anderen Systems überschreiben darf, oder man implementiert eine manuelle Konfliktbehebung, in der bei jedem Konflikt der zu übernehmende Datensatz ausgewählt werden muß.

Generell führen System mit replizierten Datenbanken um so schneller zu Problemen, je größer die Anzahl der beteiligten Systeme oder User ist. Daher sollten Synchronisations-Schnittstellen nur für einzelne Clients eingesetzt werden. Beispiel dafür ist der WICE-Outlook-Replicator zur Synchronisierung von Terminen zwischen WICE CRM-Groupware und Outlook.

3. Realtime-Zugriff auf weiteren Datenbank-Server

Wenn mehrere User Daten in den zu integrierenden Systemen editieren, dann ist eine Realtime-Schnittstelle empfehlenswert. In dieser Form der Schnittstelle wird die Datenbank des zu integrierenden Systems in WICE CRM-Groupware live eingebunden, so daß kein Datensatz redundant gehalten wird. Ein Datenbankeintrag existiert dann entweder in einem oder im anderen System, nie jedoch in beiden gleichzeitig. Die Konfliktproblematik einer Synchronisations-Schnittstelle ist nicht vorhanden. Dafür ist eine ständige Verbindung des WICE-Servers zur Datenbank des anderen Systems notwendig. Außerdem muß der Zugriff auf eine zusätzliche Datenquelle in das WICE-Frontend integriert werden. Die für WICE CRM-Groupware erhältliche sage-OfficeLine-Schnittstelle ist eine solche Realtime-Schnittstelle.